Gesund alt werden!

Nun wie bleibt man auch noch im Alter gesund, glücklich und fit? 

Ganz automatisch steuerte ich auf diese Frage zu, als ich mich mit der japanischen Ernährungsweise befasste. Hier habe ich auch einige jap. Kochbücher vorgestellt. 

Gelandet bin ich schlussendlich auf der japanischen Insel - Okinawa. 


Sie gehört zur sogenannten "Blue Zone" oder "Blauen Zone". Nach einer Studie von Dan Buettner in Kooperation mit National Geographics und dem National Institut of Aging taten sich 5 Hotspots auf der Welt auf. In diesen Bereichen leben die Menschen im Durchschnitt nicht nur gesünder, sondern auch viel länger. 


Bücher mussten also her! Also bestellte ich mir folgende: 




 "So werden sie 100 Jahre alt*" Kurz und knapp beschreiben die Autorinnen das Leben und Essen auf der Insel Okinawa. Schön geschrieben und man bekommt einen guten Überblick über alle wichtigen Bereiche. 

"Sie sind gesund, aktiv und sportlich. Sie sind sozial vernetzt und lieben ihre Arbeit. Doch das Unglaubliche ist: Diese Menschen sind über 100 Jahre alt! Wo gibt es solche Wunder? Es gibt sie auf der japanischen Insel Okinawa. Unsere Autorin entlockte den glücklichen Alten vor Ort das Geheimnis von Okinawa. Dieses wertvolle Wissen von immerwährender Gesundheit, Vitalität und Glück kommt nun erstmals zu uns nach Europa. Verblüffend einfach und doch revolutionär, exotisch und doch für jedermann umsetzbar – das beste Anti-Aging-Programm, das es je gab.
Sie sind gesund, aktiv und sportlich. Sie sind sozial vernetzt und lieben ihre Arbeit. Doch das Unglaubliche ist: Diese Menschen sind über 100 Jahre alt! Wo gibt es solche Wunder? Es gibt sie auf der japanischen Insel Okinawa. Unsere Autorin entlockte den glücklichen Alten vor Ort das Geheimnis von Okinawa. Dieses wertvolle Wissen von immerwährender Gesundheit, Vitalität und Glück kommt nun erstmals zu uns nach Europa. Verblüffend einfach und doch revolutionär, exotisch und doch für jedermann umsetzbar das beste Anti-Aging-Programm, das es je gab."



"Das Kochbuch der 100-Jährigen"*. Dort ist nicht nur Okinawa vertreten sondern auch die anderen Gebiete in der Blauen Zone. Wirklich interessant was das Fachliche bzw. die Hintergründe zu der Blauen Zone betrifft, ABER und das ist ziemlich große und ich muss sagen, da hat mich das Buch auch stark enttäuscht -  die Rezepte ! Ich hatte mich schon auf "leichte, hauptsächlich vegetarische Gerichte" gefreut, da dies ja ein Hauptbestandteil der "100 Jährigen Lebensweise ist", aber Fehlanzeige... die Rezepte bestehen zu meist nicht aus 60-70% Gemüse, Kohlenhydrate (z.B. Reis, Kürbis, Bohnen, Mais und Kichererbsen etc.) , sondern da stehen Rezepte mit Kalbsleber, Rostbraten, großen Portionen gegrilltem Schwein oder ganze Schweinebraten... das ist nicht gerade "leichte Kost". Wenn jetzt die Portionsgröße wenigstens richtig aufgeteilt wäre, also 2/3 des Tellers mit Gemüse oder Getreide und ein "Häppchen" Fleisch oder Fisch, wie es z.B. in Japan der Fall ist, aber nein, hier sieht das meist umgedreht aus. Sicher gibt es dazwischen auch einige vegetarische Rezepte, doch die meisten könnten auch in "normalen" Kochbuch stammen.

Ich vermisse die Leichtigkeit, kleine Portionen ( wo ist das "nur essen, bis der Magen bis zu 80% voll ist" ?) und vorallem die dort "regionalen" Gemüsesorten. "600g Kalbs-Entrecote mit glasierten Aprikosen und dicken Bohnen, dazu Kartoffeln" zählen für mich jedenfalls nicht dazu. Schade!

 

"Richtig essen, lange Leben
• Über 50 Rezepte für ein langes, gesundes und glückliches Leben
• So essen wie Menschen in den Regionen mit der höchsten Lebenserwartung
• Eine kulinarische Entdeckungsreise durch die Blue Zones von Italien, Griechenland, Japan, Lateinamerika und Schweden

Es gibt Orte auf dieser Welt, an denen die meisten Hundertjährigen wohnen. Sie leben nicht nur gesünder und leiden viel seltener an altersbedingten Krankheiten, sondern sind auch noch überdurchschnittlich glücklich!
Wir besuchen die Halbinsel Nicoya Peninsula in Costa Rica, das kleine Bergdorf Ogliastra auf Sardinien, die schwedische Provinz Småland, die griechische Insel Icaria und die japanische Insel Okinawa und gehen der Frage nach: Was steckt hinter dem Geheimnis des glücklichen und gesunden Altwerdens?
Neben Sport und ausreichend Bewegung, regelmäßigen Auszeiten und sozialen Kontakten spielt vor allem die richtige Ernährung eine wichtige Rolle. Ob knusprig geröstetes Wurzelgemüse mit Süßkartoffeln, Lammkeule in Rotwein geschmort, mit gegrillten Auberginen und gerösteten Mandeln oder Bohneneintopf mit Speck, Kreuzkümmel, Spiegelei und Reis: Lassen Sie sich von den Rezepten der Hundertjährigen inspirieren und starten Sie in ihr langes, glückliches Leben!
"


Okinawa ist also so einer dieser Hotspot. Desweiteren gibt es noch: 

Ikaria, Griechenland
Sardinien, Italien
Loma Linda, Californien
Halbinsel Nicoya, Costa Rica

Es spielt natürlich nicht nur die Ernährung eine Rolle, sondern das "Gesamtpaket". Hier am Beispiel von Okinawa, welches mich ja am meisten interessiert.

Die Ernährung besteht zum größten Teil aus pflanzlichen Nahrungsmitteln, sehr wenig Fett, kleine Mengen an Fisch oder Fleisch. Obst und Gemüse ist saisonal und wird sogar im hohen Alter noch selbst angebaut oder dann frisch aus der Region gekauft ( ich sag nur bio ). Ja auch die "bösen" Kohlenhydrate stehen in Form von Reis (hier ist nicht unser polierter, weißer Langkornreis gemeint, sondern der runde Vollkornreis) auf dem täglichen Speiseplan. Der Reis wird zum Frühstück serviert (wie traditionell üblich in Japan), in Verbindung mit der bekannten Misosuppe, eingelegtem Gemüse und evtl. einem Stück Fisch oder Fleisch. Wohlgemerkt - zum FRÜHSTÜCK ! :)

Da kommt einem der Spruch: "Esse morgens wie ein Kaiser, Mittags wie ein König und Abends wie ein Bettler" in den Sinn oder?

Sie leben auch ganz nach dem Spruch:


Heisst soviel wie: “Hör auf zu essen, wenn dein Magen zu 80 Prozent voll ist.”

 Und es klappt wirklich, man ist danach dennoch schön satt, man muss nur auf seinen Körper hören. Das muss man aber auch erstmal lernen. 

Auch wird Abends nach 18 Uhr nichts mehr gegessen und wir finden hier so gesehen das "intermittierende Fasten".Sprich man nimmt länger als 8 Stunden keine Nahrung zu sich und der Körper kann sich ganz auf die Verdauung konzentrieren und lebt von seinen Reserven (die unerwünschten Fettpölsterchen).  

Gegessen wird aus vielen kleinen, schönen Schüsselchen, mit wenig Inhalt. Das Auge isst mit und die Mischung machts. Somit sind auch die Portionsgrößen relativ klein und übersichtlich.

Zum Gesamtpaket gehört natürlich auch sportliche Betätigung. Zwar sind einige auch in Vereinen wie Karate und Co. tätig - auch wegen dem sozialen Engagement, aber gemeint ist hier eher die stete, ruhige und normale Bewegung wie z.B. das Arbeiten auf dem Feld, Spazierengehen oder zu Fuß zum Einkaufen, Haushalt - das alltägliche. 

Kein stures vor dem Fernseher gammeln oder auf der Couch versauern. 
Jeden Morgen wird sogar per Radio oder mittlerweile auch per TV ein kleines Sportprogramm geboten. Japaner kennen das von klein auf und sogar in Firmen wird das morgendliche Programm geflissentlich absolviert - täglich ! Und das, bis ins hohe Alter wohlgemerkt. Hut ab ! 


Familie und das soziale Umfeld spielen bei ihnen auch eine sehr wichtige  Rolle. Auch hier ist wieder der richtige menschliche Kontakt von Angesicht zu Angesicht gemeint, nicht wieviele Freunde oder Likes man auf  Faceb* und co. hat. ;)

Zwar ist dort auch die "Landflucht" ein großes Thema, gerade bei der jüngeren Generation, aber man merkt im Vergleich zu den älteren Herrschaften doch sehr, wie die "moderne Lebensweise" in den Städten der Gesundheit schadet und so wird man auch keine 100 Jahre alt oder nur mit viel Glück. 

Nachbarn sind Freunde und man trifft sich in Vereinen oder Gruppen um gemeinsam die Zeit zu verbringen. Man engagiert sich für soziale Projekte und hilft in der Gemeinde oder der gemeinsamen Ernte. 

Der Glaube ist auch so eine Sache. Dort ist er noch tief mit der Natur und den Ahnen verwurzelt. Durch den Shintoismus werden die Götter in der Natur verehrt, es gibt viele Schreine und einen Hausaltar für die lieben Ahnen - welcher täglich besucht wird. Die Freundlichkeit und Ruhe des Buddhismus kommt noch hinzu, wobei sich auch kleine Teile Japans mittlerweile dem Christentum und anderen Religionen zuwenden. Man sagt die Japaner würden sich das rauspicken, was ihnen gefällt. Nun warum nicht? ;)

Zudem wird dort kaum Alkohol getrunken und so gut wie nicht geraucht oder anderen Suchtmitteln nachgegeben. Süßigkeiten gibt es nur in Maßen wie z.B. das Wagashi zum Tee, also sehr kleine Häppchen. Dafür wird mehr Obst verzehrt, das gibt nochmal einen Vitaminkick und macht glücklich. 

Wer mehr zu dem Thema lesen möchte findet nicht nur in diesen Büchern mehr Informationen, sondern findet sie auch hier schön zusammen gefasst.

Zudem fand ich auch dieses Buch von Dr. Hiromi Shinya super:





"Lang leben ohne Krankheit"*

"„Du bist, was Du isst.“ Dank seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Gastroenterologe kennt Dr. Hiromi Shinya das Geheimnis für ein langes Leben: Enzyme. Mit der richtigen Ernährung können wir unseren Körper in ausreichendem Maße mit Enzymen versorgen, denn diese halten die Zellen fit."

Wirklich eine Bereicherung fürs Leben, nicht nur fürs Bücherregal, wenn auch teilweise etwas schwierig mit der Umsetzung. Oder sagen wirs so, es erfordert sehr viel Disziplin. 
Eins seiner Leitsätze : "Milch ist für die Kälber da!" spricht zusätzlich für ihn und er musst es privat in seiner Familie auf nicht so angenehme Weise lernen.  Als seine japanische Welt auf die Lebenweise der Amerikaner traf. Aber lest am besten selbst, es lohnt sich wirklich. 
Nach ihm ist auch die "Shinya Methode" benannt. 


So das wars zu Okinawa und den Blauen Zonen fürs erste. 

Wünsch euch noch eine schöne Zeit ! 

Eure Yvonne







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