Fasten




Heute war bei mir Fastenbrechen angesagt. Hierfür gabs nicht klassisch einen Apfel.  Ich habe mir einen wunderschönen und leckeren Pfirsich im Paradieschen ausgesucht.


War das lecker!

Dieses mal habe ich nur kurz gefastet und zwar 5 Tage. 2012 habe ich bereits eine 2 Wochen Kur gemacht und es tat mir sehr gut.

Diesen Sonntag sind wir bei meiner Oma in Bayern zum Geburtstagsessen eingeladen und es geht danach direkt nach Tirol, für ein paar Tage zum Wellnessurlaub in den "Pirchner Hof " (Das erste ganzheitliche Hildegard-von-Bingen-Hotel). Nun hab ich noch ein paar Tage zum Kostaufbau und kann meinen Darm aufs Schlemmen vorbereiten.

Insgesamt habe ich in den 5 Tage 4,5 kg verloren. Was sicherlich zum Großteil Wasser und Darminhalt war, aber es soll ja hauptsächlich um das "Ausruhen und Heilen des Darms" gehen.

Und so hab ichs gemacht:

Entlastungstag:

Leichte Kost. Dieser Tag ist wichtig um sich körperlich und seelisch auf das Fasten einzustimmen.

Morgens - ein weiches Brötchen mit Gemüseaufstrich.
Mittags - eine kleine Portion Reis mit gedünstetem Gemüse
Abends - ein kleiner Salat

Ab 18 Uhr nichts mehr.

Schön in der Badewanne entspannt und gelesen.

1. Fastentag: 

Normalerweise nimmt man morgens zum Abführen z.B. Glaubersalz, Sauerkrautsaft oder Brottrunk. Ich habe nichts davon genommen, da ich eh sehr oft aufs Klo laufe und Glaubersalz den Darm nur unnötig reizen würde.

Dafür gabs Einläufe, jeden Tag 1-2 Mal. Diese sind sehr wichtig um die ganzen Reste und Schlacken-/Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen. Man glaubt garnicht, was und wieviel da immer rauskommt, auch noch nach Tagen des "Nicht essens". ;) Ohne Einläufe gärt der Rest und würde zu unangenehmen Gasbildungen und Bauchschmerzen führen. Er kann auch gegen Hungergefühle und Kopfschmerzen helfen.

Ich habe für den Einlauf körperwarmen Kamillentee benutzt. Nun hab ich sogar des öfteren gelesen, dass man sogar Kaffee verwenden kann. Da er die Gefäße erweitert und somit die Darmperistaltik anregt.

Trinken ist das A und O beim Fasten ! Es spült den Körper so richtig durch und entfernt Giftstoffe, Detox für den Körper, wie man heute so schön sagt. Ausserdem beugt es Kreislaufproblemen vor. Solltest du während dem Fasten Gelenkschmerzen bekommen, könnte es sein, dass deine Harnsäure zu stark angestiegen ist, hier heisst es extra viel trinken und einen Arzt aufsuchen.

Am ersten Fastentag ging es mir relativ gut. Sowohl körperlich als auch geistig.

2. Fastentag: 

Leichtes Hungergefühl, aber sonst keinerlei Beschwerden (die ich auch sonst nicht hätte).

Viel Tee getrunken und den Entsafter benutzt.


Es gab leckere Säfte die ich in einem anderen Blogeintrag genauer erwähnen werde.


3. Fastentag:

Heute war ich wirklich sehr müde und fühlte mich matschig, bzw. wie in einem großen Wattebausch gepackt. Schlaaafen, schlafen, schlafen - lesen und ausruhen.

Leberwickel. Dazu eine Wärmfalsche in ein feuchtes Tuch und auf im Liegen auf die Leber gelegt. Ein Handtuch darüber und schön unter die Decke kuscheln.

Da ich ja weiterhin für meine Familie einkaufe und koche, dachte ich heute immer : " oh sieht das lecker aus", "Nudeln, ja darauf hätte ich jetzt Lust". Es war schon hart.

4. Fastentag:

Immernoch kein Fastenhoch. Leider. Dafür habe ich intensive Träume und meistens hat es was mit der Aufarbeitung meiner Vergangenheit zu tun. Sehr konfus, aber da muss man eben durch.

Gelüste - aber kein Heisshunger. Mir fehlt etwas warmes.

Leider hatte ich kein frisches Gemüse mehr zuhause und hab mir abends etwas Gemüsebrühe/ Biopulver aufgekocht.... 4-5 Löffel gegessen und es war Schluss. Zu salzig und es tat meinem Magen auch nicht sonderlich gut. Frisch ist eben besser und mäßig würzen.

5. Fastentag:

Habe mir die Aufbautage ausgerechnet und entschlossen, es müsste fürs erste reichen. In der Reha werde ich 21-28 Tage Heilfasten und das wird schon Kräftezehrend genug.

Den Tag bekam ich auch sehr gut rum und freute mich aber auf morgen / das Fastenbrechen.

Fastenbrechen:

Es gab diesen leckeren kleinen Pfirsich als Frühstück. Mittags ein kleines Kamutbrötchen mit Rucolaaufstrich von Zwergenwiese und Abends gibt es ein paar Minipellkartoffeln und gedünstetes, weiches Gemüse (Karotten, Erbsen).


Aufbautage:

Leicht verdauliche Kost (nichts frittiertes, gebratenes, scharfes etc.), kleine Portionen und laaaaangsam Essen. Viel Trinken ist wie eh und je wichtig.


Fazit:

Fasten ist nicht so schwer wie man denkt. Dennoch sollte man sich gerade für den Anfang Zeit und Ruhe gönnen und nicht während der Hektik des Alltags/Arbeit fasten. Viel bewegen, vorallem an der frischen Luft und viel Trinken (stilles Wasser, ungesüßter Tee, verdünnte Säfte).


Mein Mann und ich wollen im August/September gemeinsam eine Saftkur machen und uns durch sämtliche Entsafterrezepte arbeiten. Da freu ich mich schon sehr drauf.

Es gibt viel Literatur zum Thema und hier noch ein paar Buchempfehlungen von mir:





Vielleicht hast du ja auch Lust zu Fasten? Ich wünsche dir viel Spaß dabei !

Damit deinem Fasten nichts im Wege steht berate dich vorher am Besten mit deinem Arzt und bereite dich auf dein Fastenerlebnis vor.

Mache es dir gemütlich zuhause (warme Decken, Wärmflasche, Wollsocken = man friert leichter beim Fasten), kauf dir leckere Tee´s und aussreichend stilles Wasser, wenn möglich packe alle Süßigkeiten und Versuchungen weg (raus aus dem Haus), hol dir wohlig duftende Badezusätze zum Entspannen, vielleicht beginnst du auch ein Fastentagebuch?

Genieße deine Auszeit ! 

Liebe Grüße

Eure Yvonne

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